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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Prof.Eilers/Prof.Engele/PD Gaunitz - 13.09.2006



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17.09.2006, 18:00
Prof. Eilers (Vorsitz)/Prof. Engele/PD Gaunitz, 13.09.2006


Die 3 sind auf jeden Fall eine super Kombination, und freut euch wenn ihr dieses Los gezogen habt. Muß sagen, ich war an keinem Tag beim Physikum nervöser, als an dem der Brief mit den Prüfern kam ;))
Ihr solltet euch auf jeden Fall bei Prof. Eilers telefonisch oder persönlich melden. Ich war vorher bei der Sekretärin und hab mir einen Termin für ein kurzes Gespräch geben lassen. Sie hat auch gleich vermerkt, dass ich da war und damit hat sich der Anruf erledigt. Das Gespräch war sehr angenehm und freundlich.
Die anderen Beiden haben zwar gesagt, dass man nicht vorbeikommen muß, jedoch haben sie sich auch die Zeit genommen und gern Fragen beantwortet. Ein kurzer Anruf wann man vorbeikommen kann ist nicht verkehrt.

Geprüft wurde nacheinander und zwar in alphabetischer Reihenfolge und zwar sowohl was die Prüflinge, was auch die Fächer angeht.



Anatomie:

Bei Prof. Engele ist es wirkl. sinnvoll sich intensiv mit allen Protokollen zu beschäftigen, die man kriegen kann. Viele Fragen kommen dann einem in der Prüfung schon bekannt vor. Ausserdem ist fast alles auf klinische Beispiele bezogen und er fragt auch sehr gern ZNS und Sachen aus dem klin. Ana. Script. Sehr nett und hilfsbereit!

1.P.:
- Schluckakt erklären, Ablauf, beteiligte Strukturen, Innervation
- Foto: nackter Mann, Rumpf, Schenkel und was sonst noch so dazugehört zu sehen: Was sind und wie entstehen Hernien, Stellen zeigen an denen Hernien entstehen können -> Leistenhernien, Schenkelhernien, Nabelhernien etc.
- ELMI: Azinuszelle exokriner Pancreas

2.P.:
- Fehlstellungen des Fußes, Prof. Engele hat vorgemacht, jeweils nennen wie sie heißen und wie sie zustande kommen, also welche Muskeln ausfallen, welche überwiegen, welche Nerven können geschädigt sein -> Klumpfuß, Hackenfuß, Spitzfuß
- Makr. Bild d. Zunge: Was sieht man? Foramen caecum, Gliederung in Radix und Corpus, Sulcus terminalis (Papillae vallatae -> bitter), weißer Belag -> Verhornung (Papillae filiformes, sensorische Innervation, Austrittstelle N. glossopharyngeus am Schädel zeigen
- LIMI: Schnittbild Hypophyse, Gliederung in Neuro und Adenohypophyse, Welche Hormone in Neurohypophyse, Was ist die Neurohypophyse, Aus welchen hypothalamischen Kernen kommen die Hormone

3.P.:
- Speichelsekretion: die 3 großen Speicheldrüsen, hier ging es ihm hauptsächlich um die Innervation, also Ggl. oticum, Ggl. submandibulare, alles mit zugehörigen Nerven, Was geschieht in den Ganglien
- Bild: Schädel-CT mit epiduraler Blutung, welche Blutungen gibt es und durch welche Gefäße werden diese verursacht, Durchtrittsstelle A. meningea media am Schädel zeigen (Foramen spinosum)
- Bild: Röntgen Lunge PA und sagittaler Strahlengang, Pneumonie im rechter Lunge mittlerer Lappen, benennen in welchem Lappen sich die Veränderung befindet und wie man drauf kam (über die beiden Röntgenaufnahmen), Bild ist aus klin. Ana. Script
- ELMI: Lunge, markierte Struktur: Bronchiolus, begr. warum es sich um einen Bronchiolus handelt -> kein Knorpel, keine Becherzellen

4.P.:
- Horizontalschnitt Gehirn mit Basalganglien, Basalganglien und Thalamus nennen und auf Bild zeigen, zu welchen System gehören diese Strukturen (pyramidale Motorik)
- LIMI: Magen, 2 versch. Vergrößerungen, auf erster Lamina muscularis mucosae zeigen, auf zweiter die versch. Magenzellen benennen und was diese machen
- Angiogramm: Truncus coeliacus, Blutversorgung des Magens erklären, Gefäße zeigen, die man auf dem Bild erkennen kann, wenn man davon ausgeht, dass Katheter in A. femoralis eingeführt wurde durch welche Gefäße muß man durch, welche Abgänge der Aorta passiert man auf diesem Weg (die wichtigen nennen, also nicht jede Intercostalarterie ;)), auf welcher Höhe befindet sich der Truncus coeliacus (Th12), Bild wieder aus klin. Ana. Script





Biochemie:

Meiner Meinung nach der absolute Glücksgriff in Biochemie. Er will bei den meisten Sachen wissen, daß ihr verstanden habt warum einige Sachen so ablaufen wie es im Körper passiert und legt vor allem wert darauf, dass man den Überblick über die Biochemie hat und die Zusammenhänge verstanden hat. Dabei geht er nur wo es sich grad ergibt ins Detail oder um bestimmte Krankheiten, man bekommt aber auch gleich ein pos. Feedback wenn man was beantwortet, was man in seinen Augen nicht unbedingt wissen müsste. Sehr angenehmer Prüfer!

1.P.:
- was können sie mir über Proteine erzählen?
- Struktur (prim., sek., tert., quart.), wie kommen diese zustande, Faltung, Chaperone, etc.
- Funktionen -> Enzyme
- Prione, Bsp. für Krankheiten: Creutzfeldt-Jakob, Kuru
- Denaturierung
- Was passiert im Magen mit den Proteinen
- Restriktionsenzymen, woher bekommt man sie (Bakterien), wofür sind diese gut, DNA-Methylierung bei Bakt. als Schutz vor Phagen
- Gen. Fingerabdruck (repetitive Sequenzen), wo erfreut er sich großer Beliebtheit -> Vaterschaftstest

2.P.:
- Kohlenhydrate, Aufbau
- Welche nehmen wir mit der Nahrung zu uns
- Ballaststoffe, Was machen sie: Motilitätssteigerung, Was erhofft man sich davon: Krebsprophylaxe
- Abbau in Glykolyse, Glykogensynthese, Pentosephosphatweg (hier interessierte er sich sowohl für Ribose-5-Phosphat, als auch für das NADPH)
- Was wenn alle Glukosespeicher voll -> Fettsäuresynthese (darauf wollte er mit dem NADPH hinaus), Lokalisation in der Zelle (Zytosol)
- TAG-Synthese, Lipoproteine, LPL, ApoB 100

3.P.:
- Atmungskette, oxidative Phosphorylierung, Was läuft ab bei der Atmungskette, ATP-Synthese, Entkopplung und wofür gut -> braunes Fettgewebe
- Oxidativer Stress, Fe-Bindung im Hämoglobin als Fe²+ -> bei Oxidierung zu Fe³+ Entstehung freier O2-Radikale
- Häm-Biosynthese, Substrate, wichtige Enzyme, Lokalisation, bei Defekten der Synthese -> Porphyrien, wie machen sie sich bemerkbar (Haut)

4.P.:
- Dopaminsynthese, Substrate, beteiligte Enzyme, M. Parkinson, Phenylalanin, PKU
- Leber, metabolische Zonierung, warum? Weil periportal Blut O2- und nährstoffreich, Bsp. für Vorgänge periportal/perizentral
- Warum unterschiedl. Enzymausstattung -> unterschiedl. Expression von Genen -> Transkriptionsregulation (O2 ist ein sehr starker Aktivator!)
- Transkription, was passiert, Initiation (TATA-Box, Inr), Helicase, RNA-Pol.
- Hormoneller Einfluß auf Genexpression am Bsp. Glukokortikoide



Physiologie:

Tja, wie kann man Prof. Eilers besser beschreiben, als mit dem Spruch: „Eilers ist halt Eilers“ Er stellt halt gern mal Zwischenfragen wie „Ist das so?“ und „Warum ist das so?“, aber dadurch solltet ihr euch nicht verwirren lassen. Die Protokolle sind Pflicht, es wiederholen sich meist die gleichen Sachen. Wobei er auch bei bekannten Themen euch gern mal vor neue Probleme stellt, nach dem Motto: „Finden sie das nicht komisch?“ oder „dann kommen sie vom Essen wieder und der Patient ist tot, was ist da passiert?“. Aber er hilft auch gern, und er will halt, dass man nachdenkt. Wenn man aber auf den richtigen Weg kommt nickt er auch gleich zufrieden und wenn das richtige Stichwort gefallen ist, dann lässt er einen auch schnell in ruhe. Auf jeden Fall auch ein super Prüfer!

1.P.:
- Immunisierung, passiv + aktiv, Vor- und Nachteile
- Glutamat als Neurotransmitter, ionotrope und metabotrope Rezeptoren
- Signaltransduktion am Auge
- Bedeutung der Nernst- und Goldmann-Hodgens-Katz-Gleichung
- Antikörperklassen, Aufbau und Vorkommen (z.B. IgA auf Schleimhäuten)

2.P.:
- Rhesussystem erklären und M. hämolyticus neonatorum
- Multiple Sklerose am Beispiel N. opticus, salatorische vs. elektrotonische Erregungsausbreitung
- Skotome, blinder Fleck als physiol. Skotom
- Definition pH-Wert

3.P.:
- respiratorische Azidose, wie kann sie zusatnde kommen
- Standardblutparameter, wie verändert bei resp. Azidose, aktuelles Bicarbonat und Standardbicarbonat, Carboanhydrasereaktion -> Begr. warum CO2↑ -> pH ↓
- Bei Veränderung des pO2 reichte der Verweis auf die Sauerstoffbindungskurve
- Vorhofflimmern, EKG mit Vorhofflimmern zeichnen, Refraktärzeit abs. + rel., wie RR, wie Puls (regelmäßig?)
- Refraktionsanomalien, Astigmatismus, Myopie, Hyperopie, Presbyopie, Korrekturmögl.

4.P.:
- Hypovolämischer Schock, wodurch kann er ausgelöst werden, was passiert (Blutvolumen↓ -> venöser Rückfluß↓ -> RR↓) -> Zentralisation: Wie sieht Patient aus, Puls, RR
- Was passiert mit Patient wenn man nichts unternimmt -> Disregulation (vasodilatation durch Metabolite, die aufgrund der Hypoxie anfallen), wie sieht jetzt der RR und Puls aus
- Was kann man unternehmen -> Volumensubstitution: NaCl-Lösung, Plasmaexpander, Vor- und Nachteile, Osmolarität, Kolloidosmotischer Druck
- Bluttransfusion, was kann man dem Patienten geben wenn er A hat, A und 0, wobei bei 0 unterscheiden zwischen Vollblut und Erythrozytenkonzentrat (Antkörper A+B und H-Antigen)
- Signaltransduktion am Ohr, Bewegung der Endolymphe, Auslenkung der Stereozilien, Tip-links, Öffnung von Kanälen, K+-Einstrom, wichtig hier vor allem, dass Endolymphe hohe K+-Konz. hat!



Noten: 3,2,1,1

Viel Erfolg !!!

GH84
17.09.2006, 19:58
Danke für dein Protokoll :jo