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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 9.9.09 Löffler, Robiné, Birkenmeier Ergänzung



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14.09.2009, 10:50
Prüfungsprotokoll 9.9.09: Löffler, Robiné, Birkenmeier

Noten: 3, 3, 3, 1

Wir haben uns wie alle anderen ca. 15 min vor der Prüfung in der Anatomie getroffen und wurden dann von Frau Dr. Löffler kurz über den Ablauf der Prüfung informiert.
Wir waren alle ziemlich aufgeregt, das ist ganz normal, aber mir gings zumindest so, dass ich bei dem Anblick von Frau Dr. Löffler und bei ihrer lockeren und netten Art gleich viel ruhiger geworden bin..
Dann gings in den Konferenzraum, wo an der Seite alle möglichen Modelle aufgebaut waren (kein Feuchtpräparat) und in der Mitte stand ein Tisch, wo wir uns gegenüber von den Prüfern hinsetzen sollten.
Nach Vorzeigen von Perso und Einladung wurden wir dann von Prof. Birkenmeier (Vorsitz) begrüßt. Übrigens zum Thema Essen und Trinken während der Prüfung: Also bei uns war es so, dass wir nichts essen durften, aber wir haben vor der Prüfung mit Prof. Birkenmeier ausgemacht, dass wir ohne zu fragen trinken können.
Dann gings los…

Anatomie:
Frau Dr. Löffler hat 2 von den Prüflingen mit einer Mappe, wo jeweils 2 Präparate und eine Embryozeichnung drinnen waren, an die Mikroskope geschickt, eine Zeichnung in Auftrag gegeben und den letzten Prüfling direkt zur Makroskopie gefragt.
Mikroskopie: Man bekommt ein Blatt, wo man zu jedem Präparat was ausfüllen muss. Bei Frau Dr. Löffler muss man nicht zeichnen, aber sie hat selber gesagt, dass sie sich über Zeichnungen freut.
Man muss hinschreiben, was es für ein Präparat es ist, was typisch dafür ist, was das Organ für Funktionen hat und was es für eine Färbung ist. Also mir hat es vollkommen gereicht einmal vor der Prüfung alle Präparate kurz durchzugehen und mir nochmal bei ähnlichen Präparaten die Unterscheidungsmerkmale einzuprägen.. Man muss auf keinen Fall irgendwelche Details auswendig lernen!!
Präparate: Augenlid, Achselhaut, embryonaler Finger, ...
Und noch ein Tipp von mir: Haltet dir Mappe immer waagrecht!! Denn ich hab es geschafft die Mappe so zu halten, dass die Präparate klirrend zu Boden fielen und ich für ein paar Sekunden ungewollt alle
Aufmerksamkeit im Raum hatte… Zum Glück waren sie nicht kaputt...
Embryologie: Alles nur Abbildungen aus dem Embryologie-Skript und da reicht es auch aus, wenn man sich versucht vor der Prüfung die Beschriftungen der Bilder einzuprägen… Ich hab so ziemlich keine Ahnung von Embryo und hab die Zeichnung gleich erkannt und gut beschriften können… (Hatte S. 16)
Klinische Anatomie: Einer von uns hat noch ein Bild aus dem Heft klinische Anatomie bekommen, aber ich hab leider nicht mitbekommen welches... Aber auch hier gilt: Mal durchblättern, das reicht...
Makroskopie: Am Modell Niere was zur Niere erzählen, wo sie auf die Wirbelsäule bezogen liegt; Wirbelgelenk mit Achsen und paar Worte zu Bandscheibenvorfall, Ureter (30cm lang, 4 Engstellen,
verbindet Nierenbecken und Blase, läuft schräg von hinten in die Blase rein, das hat schon gereicht), Beckenniere (Aszensus ausgeblieben), Wanderniere (z.B. bei Margersüchtigen, die Fettpolster um Niere verlieren und die Niere rutscht dann ins Becken), was ist schlimmer Becken- oder Wanderniere? (Wanderniere, weil Ureter sich verschlingen kann), Wirbelunterschiede, Radius-Ulnar-Gelenk (mit Achsen, Gelenkflächen und Bändern), Modell Spinalganglion (einfach was man so sieht, dann wollte ich darauf hinaus, dass es im Wirbelkanal einen Epiduralraum gibt und im Enzephalon nicht und da hat sie gefragt wieso, Antwort war, dass es im Enzephalon gar keine Aufteilung in 2 Durablätter gibt, auf meinen Einwand, dass ich das aber so gelesen hab, hat sie gesagt, dass das in vielen Büchern falsch steht.. Naja…), was gibt es für verschiedene Arten von Neuronen (bipolar, unipolar, multipolar, pseudounipolar), wieso heißt das pseudounipolar (weil Dendrit und Axon erst zusammen liegen und sich erst später trennen), Lymphabfluss der Mamma...
Zeichnungen: ein typisches Gelenk, die Paukenhöhle mit ihren Teilen, die Rautengrube mit paar Kernen

Physiologie:
Es wurde in 3 Runden gefragt, einmal allgemeine Physiologie, dann das Sensorikzeug und am Schluss noch eine kurze Definitionsfrage.
Jeder bekommt zuerst seine Frage, 3 können sich schon Notizen machen, einer wird gleich abgefragt...
Allgemeine Runde: Erregungsweiterleitung im Herzen (Sinus Knoten, AV Knoten, His-Bündel, Tawara-Schenkel, Purkinje-Faser, jeweils wo sie liegen, man konnte eigentlich alles erzählen was einem dazu einfällt… Man kann noch auf Leitungsgeschwindigkeiten eingehen, auf die Verzögerung am AV-Knoten, auf die AP- Unterschiede), mit was kann man Erregungsleitung messen (AP messen), was sind Thermoden (?), dann noch irgendwas mit abdrücken zwischen den Erregungsleitungsbestandteilen, EKG erklären, dann hat er mir noch ein EKG eines Kranken gegeben (hab auf ST-Hebung getippt, aber es war ein Rechtsschenkel-Block, das fand ich bissl unfair, woher soll ich das wissen, aber ich glaub auch nicht, dass das entscheidend für meine Note war..), Niere (mit Gegenstromprinzip, Gegenstrommultiplikator), was gibt es für Nephrone? Kortikale und noch was, Osmolarität mit Zahlen vor Konzentration und nach Konzentration), Schmerzweiterleitung (ganz genau mit Prostaglandinen und Kanälen), Speichelsekretion (auch ganz genau)
Sensorikzeug: Adaptometrie (mit Kurve aus Praktikum und Kohlrausch-Knick), Perimetrie (Unterschied Gesichtsfeld und Blickfeld), Ruhemembranpotential, Rechteckreiz und Sinusreiz mit ID-Kurve
Definitionsfrage: Halte- und Stellreflex (was ist der Unterschied, welche Organe sind daran beteiligt), Myastenia gravis und eine andere Krankheit, die ich noch nie gehört habe, bei der die Calcium-Kanäle an der präsynaptischen Membran durch Autoantikörper gehemmt werden

Biochemie:
Es wurde in 3 Runden gefragt, ich hab da die Einteilung der Fragen nicht so ganz gecheckt.
1. Runde: Atmungskette erklären, wann ändert sich die Wertigkeit von Eisen in Atmungskette, durch was werden die Elektronen in der Atmungskette angetrieben? (Redoxpotential), Redoxpotential von NADH
und O2? (er hat irgendwas von -80 mV und -35 mV hören wollen), Harnstoffzyklus, Abbau von Galaktose, welches Enzym bei Galaktosämie defekt
2. Runde: Prostaglandine (was machen sie, wie werden sie gebildet), was gibt es für Phospholipasen (welche schneidet wo), was hemmt die COX und wie? (Acetylsalicylsäure, irreversible Acetylierung),
Biotransformation, Harnstoffausscheidung (Praktikum mit Zahlen, wieviel Eiweiß sollte man essen, wieviel Harnstoff scheidet man pro Tag aus, was ist ein endogenes Minimum), Replikation, was sind Telomerasen und wo gibts die (Keimbahnzellen und Tumorzellen), wie oft kann sich Zelle teilen (50 mal weil denn Telomere weg)
3. Runde: Was ist Hämophilie A, wie kann man sie therapieren? (Mangel oder Defekt von Faktor 8, Infusion mit Faktor 8 als Therapie), wie wird Faktor 8 hergestellt (gentechnisch irgendwie) und was hat man vor der Gentechnik gemacht und was gabs für Risiken? (Hab gesagt, dass man Blut von anderen Menschen gegeben hat, war richtig und da gabs natürlich Probleme wegen AIDS), Restriktionsfragment-PCR, Allopurinol (hemmt Xantin-Oxidase, wird gegen Gicht gegeben), wozu ist Vitamin C in der Kollagenbiosynthese da? (Hydroxylierung von Lysin und Prolin)

Dann durften wir draußen auf unsere Ergebnisse warten, leider haben wir nicht erfahren, was wir an Einzelnoten hatten...

Zu den Prüfern:
Frau Dr. Löffler: lieb, nett, ruhig, geduldig, macht ab und zu paar Witze, einfach wunderbar als Prüferin
Herr Dr. Robiné: fand ich im Praktikum immer bissl komisch und war dashalb auch skeptisch ihm gegenüber, aber er war mir in der Prüfung fast sogar noch angenehmer als Frau Dr. Löffler.. Er ist ruhig,
lässt einen erstmal erzählen, hilft wenn es hängt, freut sich wenn man ihm was erzählen kann, macht auch mal Späße, er gibt einem nicht das Gefühl als würde er einen prüfen, einwas Negatives gibts doch noch: er liebt es einem unter die Nase zu reiben, dass man nicht im Praktikum war…
Prof. Birkenmeier: wird ja häufig als grimmig und unangenehm beschrieben... Die erste Zeit, in der er nichts zu tun hatte, saß er mehr oder weniger gelangweilt und bissl genervt rum, aber das hab ich jetzt nicht auf die Prüflinge bezogen… In der Biochemie-Prüfung selbst setzt er ein Poker-face auf und man kann schlecht ablesen, ob man jetzt richtig liegt oder nicht… Aber er ist recht geduldig, umfragt manche Aspekte nochmal, an denen man einen Fehler gemacht hat, also daran kann man dann schon erkennen, dass da was nicht gestimmt hat und er benotet wirklich großzügig, sonst hätte ich nicht bestanden…

Alles in allem war es keinesfalls so schlimm wie man es sich vorher denkt!! Also keine Panik, auch wenns schwer fällt… Wir (besonders ich) saßen oft da und haben rumgeraten und rumgestöpselt, mussten passen und haben Fehler gemacht, aber das ist wirklich nicht schlimm!!!
Ich hab mich eher wie bei einem Gespräch mit „Kollegen“ gefühlt als in einer Prüfung.
Ich wünsch euch ganz viel Glück!!

PS.: Das Protokoll ist natürlich keinesfalls vollständig, hoffentlich wird es noch von meinen Mitprüflingen ergänzt.