segi
28.08.2009, 11:30
25.08.09 13:00
Anatomie: Herr Dr. Ricken
Biochemie: Frau Dr. Bigl
Physiologie: Herr Dr. Robiné (Vorsitz)
Aufwärmphase:
Mit der dazugehörigen Aufregung trafen wir vier Prüflinge uns eine halbe Stunde vor dem Prüfungstermin im Foyer der Anatomie. Zuvor hatten wir alle, wie im Brief vom LPA gefordert, beim Vorsitzenden Herrn Dr. Robiné telefonisch unsere Teilnahme bestätigt.
Zehn Minuten vor dem Paukenschlag erschien Frau Dr. Bigl, begrüßte uns freundlich und erkundigte sich nach den Namen der ihr unbekannten Prüflinge. Darauf erschien Herr Dr. Robiné, der uns aus den Praktika alle kannte. Es war eine sehr lockere Atmosphäre und bis Herr Dr. Ricken kurz vor 13:00 Uhr eintraf, hielten wir ein wenig SmallTalk.
Herr Dr. Ricken führte uns in den Präparationssaal 1 wo schon allerlei Modelle und Präparate ausgelegt waren. Wir wurden gebeten an einem großen Tisch den Prüfern gegenüber Platz zu nehmen.
Nach der offiziellen Begrüßung und dem Überprüfen der der Personalien bat Dr. Ricken uns eine von vier Mappen mit je zwei Objektträgern zu ziehen. Zwei der Prüflinge hatten zusätzlich ein Bild von einem Mikroskop in ihren Heftern und wurden zu den Mikroskopierarbeitsplätzen geleitet.
Prüfungsbeginn:
Auch in meiner Mappe fand sich ein Mikroskop. Herr Dr. Ricken erklärte uns, dass wir, während er den beiden anderen Prüflingen in der Makroskopie auf den Zahn fühlt, Zeit hätten uns mit den Präparaten zu beschäftigen (ca. 15-20min) und uns Notizen auf die ausgelegten Zettel machen möchten. Gefordert waren: Diagnose, Differentialdiagnose und Charakteristika. Man sollte in der reichlich vorhandenen Zeit wirklich so viel wie möglich auf die Zettel schreiben (insbesondere die Prüflinge, die zuerst makroskopisch getestet wurden), da Herr Dr. Ricken teilweise nur ein Präparat erklärt haben möchte, das zweite aufgrund der Notizen bzw. aus Zeitmangel beide nur aufgrund der Notizen bewertet.
Danach wurden die Plätze getauscht.
Leider habe ich mich während des Mikroskopierens nicht so sehr mit den Themen der anderen befassen können und hoffe, dass meine Mitprüflinge meine Ausführungen noch ergänzen.
Mikroskopie:
Prüfling 1 (P1): Vagina (längs), Ösophagus (quer)
Prüfling 2 (P2): Niere (Maus/Ratte => unipapilläre), Tuba uterina
Prüfling 3 (P3): ...
Prüfling 4 (P4): ...
Makroskopie:
P1:
- Wirbelsäule mit Bandapparat, Besonderheiten der einzelnen Wirbelkörper (Form der Procc., der Wirbelkörper, Proc. uncinatus etc.) am Skelett
- Plexus lumbosacralis mit sensibler Innervation (Namen der sensible Äste waren nicht notwendig, nur Versorgungsgebiet) am Präparat
P2:
- Hüftgelenk: Gelenktyp, Aufbau, Bänder, Gefäßversorgung, Wirkung einiger Muskeln
- gluteale Injektion (Handgriff, M. gluteus medius)
P3:
- fetaler Kreislauf
- ...
P4:
- Plexus brachialis
- ...
Herr Dr. Ricken ist entgegen der Aussagen der meisten vergangenen Protokolle ein sehr angenehmer Prüfer. Er ist ruhig, lobt wenn ihm etwas gefällt und man etwas richtig macht. Des Weiteren nimmt auch kleine Ausrutscher bzw. Späße nicht übel. Lediglich Ahnungslosigkeit scheint ihn zu ärgern. Jedoch ist er in der Lage jedem Prüfling wieder neutral gegenüber zu treten. D.h. er stellt aufgrund seines Unmutes über die schlechte Leistung des Vorprüfling dem folgenden Prüfling trotzdem wieder normale und faire Fragen.
Biochemie:
Frau Dr. Bigl prüft jeden Prüfling für ca. 15min.
P1:
- RNA-Typen mit Aufgaben (mRNA, tRNA, rRNA, siRNA, miRNA, snRNA, snoRNA, ...)
- Western-Blot (inklusive SDS-PAGE)
- gamma-Carboxylierung (Welche Funktion in der Blutgerinnung? 2x COO- => Bindung von Ca2+)
- Hemmstoffe der Blutgerinnung und der Fibrinolyse
P2:
- Calciumstoffwechsel (inklusive Aufnahme bzw. Produktion sowie molekularer Wirkungsweise (Rezeptortypen, Signalkaskade) des Parathormons (RANK, RANKL, OPG, etc), Cholecalciferol (Vitamin D3) und Calcitonin)
- Pentosephosphatweg (Zwischenprodukte und Enzyme mit Ausname der Schlüsselenzyme nicht von Bedeutung (Glucose-6-phosphat-DH, 6-Phosphogluconat-DH => NADPH; sowie Transketolase => Thiamin))
P3:
- Stoffwechsel der Ketonkörper (inklusive Schlüsselenzyme (NAMEN!), Lokalisation in der Zelle)
- Ketoacidose (vorwiegend beim TypI-Diabetiker)
- kurzer Abriss der Cholesterinbiosynthese (Ausgangsstoffe, Schlüsselenzym: HMG-CoA-Reduktase, Mevalonat)
- Schilddrüsenhormone
P4:
- Abbau von Fructose
- heriditäre Fructoseintoleranz
- Polyolstoffwechselweg
- Galaktosestoffwechsel
- Glycolyse
Frau Dr. Bigl ist eine sehr nette und ruhige Prüferin, die helfend zur Seite steht und auch versucht in den unglücklichsten Bezeichnungen bzw. Beschreibungen den richtigen Kern zu finden.
Physiologie:
Herr Dr. Robiné prüft in bekannter Weise in zwei Runden (je ca. 8min/Student) sowie in einer dritten "Schnellraterunde", die er bei uns aus zeitlichen Gründen ausfallen ließ. Man erhält in jeder Runde eine Zettel, auf dem man sich Notizen machen kann. Die Prüflingsreihenfolge stellt ein Palindrom dar: P1,P2,P3,P4 P4,P3,P2,P1
P1.1:
- Herzkreislaufgrößen aus einer Abbildung mit unbeschrifteten Kurvenverläufen ermitteln sowie Kurven erklären (EKG, Aortenpulskurve, periphere Pulskurve (vermutlich mit dem Pulsoxymeter ermittelt), Herztöne, ZVD) [siehe unbedingt Praktikum: Herzkreislaufgrößen, die Formel zur Ermittlung des Herzschlagvolumens wäre Goldstaub gewesen! (ob es sinnvoll ist diese zu wissen, sei dahingestellt)]
P1.2:
- Schmerzarten, Schmerzleitung (Faserqualitäten mit Leitgeschwindigkeit etc., Tractus spinothalamicus)
- Signaltransduktion der Schmerzrezeptoren
P2.1:
- VOLHARD-Trinkversuch
- allgemein Nierenfunktion mit Transporter des jeweiligen Abschnittes
- Osmo-Rezeptoren in der Peripherie (V. portae soll einen besitzen?!)
P2.2:
- ...
P3.1:
- Atemregulation (mit Antwortkurven O2, CO2, pH)
P3.2:
- Intensitätsdauerkurve (Zeichnen und erklären)
P4.1:
- Sauerstoffbindungskurve erläutern
- Kohlenstoffmonoxidbindungskurve einzeichnen (starke Linksverschiebung nicht vergessen!)
P4.2:
- ...
Herr Dr. Robiné ist ebenfalls ein sehr netter Prüfer dem nichts daran liegt jemanden schlecht zu machen. Er hilft wo er kann und lässt einem auch etwas mehr Zeit zum Überlegen, in dem er schon mal zum nächsten Prüfling übergeht und danach erneut fragt, ob man zu einer bahnbrechenden Erkenntnis gelangt ist.
Fazit:
Mit dieser Prüferkombination kann man sich meiner Meinung nach sehr glücklich schätzen. Alle drei Prüfer waren darauf aus zu erfahren, was man weiß und nicht was man alles nicht kann. Wenn man sich vertreten oder gar völlig verlaufen hatte, boten sie immer wieder Hilfe an um wieder auf den richtigen Pfad zu gelangen.
Die Fragen waren meines Erachtens fair ausgewählt und die Leistung wurde ebenso fair bewertet.
Leider hat einer unserer Mitprüflinge nicht bestanden. Das tut mir wirklich leid. Man muss ehrlich sagen, dass sich die Prüfer gemüht haben dies zu verhindern.
Noten:
1, 3, 3, 5
Anatomie: Herr Dr. Ricken
Biochemie: Frau Dr. Bigl
Physiologie: Herr Dr. Robiné (Vorsitz)
Aufwärmphase:
Mit der dazugehörigen Aufregung trafen wir vier Prüflinge uns eine halbe Stunde vor dem Prüfungstermin im Foyer der Anatomie. Zuvor hatten wir alle, wie im Brief vom LPA gefordert, beim Vorsitzenden Herrn Dr. Robiné telefonisch unsere Teilnahme bestätigt.
Zehn Minuten vor dem Paukenschlag erschien Frau Dr. Bigl, begrüßte uns freundlich und erkundigte sich nach den Namen der ihr unbekannten Prüflinge. Darauf erschien Herr Dr. Robiné, der uns aus den Praktika alle kannte. Es war eine sehr lockere Atmosphäre und bis Herr Dr. Ricken kurz vor 13:00 Uhr eintraf, hielten wir ein wenig SmallTalk.
Herr Dr. Ricken führte uns in den Präparationssaal 1 wo schon allerlei Modelle und Präparate ausgelegt waren. Wir wurden gebeten an einem großen Tisch den Prüfern gegenüber Platz zu nehmen.
Nach der offiziellen Begrüßung und dem Überprüfen der der Personalien bat Dr. Ricken uns eine von vier Mappen mit je zwei Objektträgern zu ziehen. Zwei der Prüflinge hatten zusätzlich ein Bild von einem Mikroskop in ihren Heftern und wurden zu den Mikroskopierarbeitsplätzen geleitet.
Prüfungsbeginn:
Auch in meiner Mappe fand sich ein Mikroskop. Herr Dr. Ricken erklärte uns, dass wir, während er den beiden anderen Prüflingen in der Makroskopie auf den Zahn fühlt, Zeit hätten uns mit den Präparaten zu beschäftigen (ca. 15-20min) und uns Notizen auf die ausgelegten Zettel machen möchten. Gefordert waren: Diagnose, Differentialdiagnose und Charakteristika. Man sollte in der reichlich vorhandenen Zeit wirklich so viel wie möglich auf die Zettel schreiben (insbesondere die Prüflinge, die zuerst makroskopisch getestet wurden), da Herr Dr. Ricken teilweise nur ein Präparat erklärt haben möchte, das zweite aufgrund der Notizen bzw. aus Zeitmangel beide nur aufgrund der Notizen bewertet.
Danach wurden die Plätze getauscht.
Leider habe ich mich während des Mikroskopierens nicht so sehr mit den Themen der anderen befassen können und hoffe, dass meine Mitprüflinge meine Ausführungen noch ergänzen.
Mikroskopie:
Prüfling 1 (P1): Vagina (längs), Ösophagus (quer)
Prüfling 2 (P2): Niere (Maus/Ratte => unipapilläre), Tuba uterina
Prüfling 3 (P3): ...
Prüfling 4 (P4): ...
Makroskopie:
P1:
- Wirbelsäule mit Bandapparat, Besonderheiten der einzelnen Wirbelkörper (Form der Procc., der Wirbelkörper, Proc. uncinatus etc.) am Skelett
- Plexus lumbosacralis mit sensibler Innervation (Namen der sensible Äste waren nicht notwendig, nur Versorgungsgebiet) am Präparat
P2:
- Hüftgelenk: Gelenktyp, Aufbau, Bänder, Gefäßversorgung, Wirkung einiger Muskeln
- gluteale Injektion (Handgriff, M. gluteus medius)
P3:
- fetaler Kreislauf
- ...
P4:
- Plexus brachialis
- ...
Herr Dr. Ricken ist entgegen der Aussagen der meisten vergangenen Protokolle ein sehr angenehmer Prüfer. Er ist ruhig, lobt wenn ihm etwas gefällt und man etwas richtig macht. Des Weiteren nimmt auch kleine Ausrutscher bzw. Späße nicht übel. Lediglich Ahnungslosigkeit scheint ihn zu ärgern. Jedoch ist er in der Lage jedem Prüfling wieder neutral gegenüber zu treten. D.h. er stellt aufgrund seines Unmutes über die schlechte Leistung des Vorprüfling dem folgenden Prüfling trotzdem wieder normale und faire Fragen.
Biochemie:
Frau Dr. Bigl prüft jeden Prüfling für ca. 15min.
P1:
- RNA-Typen mit Aufgaben (mRNA, tRNA, rRNA, siRNA, miRNA, snRNA, snoRNA, ...)
- Western-Blot (inklusive SDS-PAGE)
- gamma-Carboxylierung (Welche Funktion in der Blutgerinnung? 2x COO- => Bindung von Ca2+)
- Hemmstoffe der Blutgerinnung und der Fibrinolyse
P2:
- Calciumstoffwechsel (inklusive Aufnahme bzw. Produktion sowie molekularer Wirkungsweise (Rezeptortypen, Signalkaskade) des Parathormons (RANK, RANKL, OPG, etc), Cholecalciferol (Vitamin D3) und Calcitonin)
- Pentosephosphatweg (Zwischenprodukte und Enzyme mit Ausname der Schlüsselenzyme nicht von Bedeutung (Glucose-6-phosphat-DH, 6-Phosphogluconat-DH => NADPH; sowie Transketolase => Thiamin))
P3:
- Stoffwechsel der Ketonkörper (inklusive Schlüsselenzyme (NAMEN!), Lokalisation in der Zelle)
- Ketoacidose (vorwiegend beim TypI-Diabetiker)
- kurzer Abriss der Cholesterinbiosynthese (Ausgangsstoffe, Schlüsselenzym: HMG-CoA-Reduktase, Mevalonat)
- Schilddrüsenhormone
P4:
- Abbau von Fructose
- heriditäre Fructoseintoleranz
- Polyolstoffwechselweg
- Galaktosestoffwechsel
- Glycolyse
Frau Dr. Bigl ist eine sehr nette und ruhige Prüferin, die helfend zur Seite steht und auch versucht in den unglücklichsten Bezeichnungen bzw. Beschreibungen den richtigen Kern zu finden.
Physiologie:
Herr Dr. Robiné prüft in bekannter Weise in zwei Runden (je ca. 8min/Student) sowie in einer dritten "Schnellraterunde", die er bei uns aus zeitlichen Gründen ausfallen ließ. Man erhält in jeder Runde eine Zettel, auf dem man sich Notizen machen kann. Die Prüflingsreihenfolge stellt ein Palindrom dar: P1,P2,P3,P4 P4,P3,P2,P1
P1.1:
- Herzkreislaufgrößen aus einer Abbildung mit unbeschrifteten Kurvenverläufen ermitteln sowie Kurven erklären (EKG, Aortenpulskurve, periphere Pulskurve (vermutlich mit dem Pulsoxymeter ermittelt), Herztöne, ZVD) [siehe unbedingt Praktikum: Herzkreislaufgrößen, die Formel zur Ermittlung des Herzschlagvolumens wäre Goldstaub gewesen! (ob es sinnvoll ist diese zu wissen, sei dahingestellt)]
P1.2:
- Schmerzarten, Schmerzleitung (Faserqualitäten mit Leitgeschwindigkeit etc., Tractus spinothalamicus)
- Signaltransduktion der Schmerzrezeptoren
P2.1:
- VOLHARD-Trinkversuch
- allgemein Nierenfunktion mit Transporter des jeweiligen Abschnittes
- Osmo-Rezeptoren in der Peripherie (V. portae soll einen besitzen?!)
P2.2:
- ...
P3.1:
- Atemregulation (mit Antwortkurven O2, CO2, pH)
P3.2:
- Intensitätsdauerkurve (Zeichnen und erklären)
P4.1:
- Sauerstoffbindungskurve erläutern
- Kohlenstoffmonoxidbindungskurve einzeichnen (starke Linksverschiebung nicht vergessen!)
P4.2:
- ...
Herr Dr. Robiné ist ebenfalls ein sehr netter Prüfer dem nichts daran liegt jemanden schlecht zu machen. Er hilft wo er kann und lässt einem auch etwas mehr Zeit zum Überlegen, in dem er schon mal zum nächsten Prüfling übergeht und danach erneut fragt, ob man zu einer bahnbrechenden Erkenntnis gelangt ist.
Fazit:
Mit dieser Prüferkombination kann man sich meiner Meinung nach sehr glücklich schätzen. Alle drei Prüfer waren darauf aus zu erfahren, was man weiß und nicht was man alles nicht kann. Wenn man sich vertreten oder gar völlig verlaufen hatte, boten sie immer wieder Hilfe an um wieder auf den richtigen Pfad zu gelangen.
Die Fragen waren meines Erachtens fair ausgewählt und die Leistung wurde ebenso fair bewertet.
Leider hat einer unserer Mitprüflinge nicht bestanden. Das tut mir wirklich leid. Man muss ehrlich sagen, dass sich die Prüfer gemüht haben dies zu verhindern.
Noten:
1, 3, 3, 5