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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 25.08.2008 Prof. Spanel-Borowski, PD Dr. Raßler, PD Dr. Gaunitz



nizidem
31.08.2008, 18:31
25.08.2008 13.00 Uhr

Anatomie: Prof. Spanel-Borowski (Vorsitz)
Biochemie: PD Dr. Gaunitz
Physiologie: PD Dr. Raßler

Vor der Prüfung: Jeder von uns hatte eine kurze Vorstellungs-E-Mail an die Prüfer geschrieben und uns am Tag, der im Einladungsschreiben angegeben war, im Sekretariat von Prof. Spanel-Borowski telefonisch gemeldet. Im Telefonat wurde uns mitgeteilt, was wir zur Prüfung mitbringen sollen (Kittel, Einladungsschreiben und Personalausweis bzw. Studentenausweis). Per E-Mail erhielten wir nette Antworten von den Prüfern, die versucht hatten uns zu beruhigen.

Am Prüfungstag lief es für uns 4 Prüflinge ganz gut.
Generell war es so, dass die Fächer nacheinander geprüft wurden und jeder Prüfer pro Prüfling 15 min Zeit hatte (,was sich aber etwas hinauszog).

Anatomie:

Frau Prof. Spanel-Borowski ist wirklich eine sehr nette Prüferin, die mehr "erklärend als bohrend" fragt. Sie versuchte uns vorher zu beruhigen und blieb die ganze Zeit freundlich und ruhig.
Es ist tatsächlich nicht so, dass man wie aus der Pistole geschossen antworten muss, sondern sich auch etwas Zeit zum Überlegen nehmen kann. Und selbst wenn die Antwort nicht ganz richtig war, war es nicht so schlimm (mein persönlicher Eindruck)! Wie in den Prüfungsprotokollen (hier und bei www.medi-learn.de (http://www.medi-learn.de)) beschrieben, teilt Frau Prof. Spanel-Borowski die Prüflinge in zweier Gruppen; Die eine muss mikroskopieren, während die andere zu Makroskopie und ZNS befragt wird.
Beim Mikroskopieren hatte man zwei Präparate zu denen man eine Übersichtsskizze und Besonderheiten aufzeichnen und natürlich die Organdiagnose stellen musste. Ich hatte: Haarfollikel aus der Kopfhaut und Duodenum (Brunner Drüsen).
Makroskopisch wurde ich zum Trigonum caroticum (Begrenzung, verlaufende Nerven, Gefäße zeigen) befragt, auch wollte Frau Prof. wissen, warum ein Kantenschlag auf den Hals im Bereich des Sinus caroticus gefährlich ist (wegen den Pressorezeptoren, die eine Parasympathikusaktivierung aufgrund des erhöhten Drucks auslösen).
Des Weiteren: Magen (Einteilung, Gefäßversorgung). Eine Frage war: "Kann man ohne Magen uneingeschränkt leben?" --> meine Antwort war, dass es eigentlich möglich ist und dass nur Vitamin B12 (Cobalamin) substituiert werden muss (,weil ja der Intrinsic Factor für die Aufnahme von Vit. B12 fehlt), auch habe ich erwähnt, dass die Infektionsgefahr größer ist, da der Magen ja mit seiner Salzsäure bakterizid wirkt.
ZNS: Hirnnervenaustrittpunkte am Modell zeigen.

Kommilitonen hatten Mikroskopisch: sulcus calcarinus, ileum, Hypophyse… (BITTE ERGÄNZEN!)
Makroskopisch:
-Begrenzungen und Inhalt der Achselhöhle, Nerven des Plexus brachialis nennen
-Duodenum, Ileum, Jejunum, wo mündet das Duodenum ins Jejunum, was sind Taenien, was ist eine gefährliche Lage der Appendix (hinter dem Colon, extraperitoneal), Treitz-Hernie, Gefäßversorgung der Appendix
- Aortenisthmusstenose (aufgrund des Ligamentum arteriosum)
-Neuroana: Sehbahn erklären. Occipitallappen und Sulcus calcarinus am Hirn zeigen
(BITTE ERGÄNZEN!)

Biochemie:

Als zweiter hatte Dr. Gaunitz geprüft, der auch sehr ruhig war und immer nett lächelte. Er ist dabei die 4 Grundbausteine (Kohlenhydrate, Proteine, Lipide und Nukleinsäuren) durchgegangen. D.h. jeder Prüfling hatte nur eines dieser Themen.
Ich hatte die Nukleinsäuren und musste u. a. den Aufbau der DNA/RNA erklären, einige RNA-Arten aufzählen (mit Funktion) und außerdem wurde ich gefragt, welche Möglichkeiten der DNA-Analyse in der Medizin angewendet werden und wozu. Ich habe mich für die PCR entschieden, hatte aber (innerlich) zwischen PCR und Vaterschaftstest (short tandem repeats/ variable number of tamdem repeats) geschwankt. Als ich die PCR als Beispiel nannte, meinte Dr. Gaunitz lächelnd, dass es wohl die richtige Entscheidung war, da leichter zu erklären als ein Vaterschaftstest.
Meine Mitprüflinge wurden dementsprechend zu den oben erwähnten Grundbausteinen gefragt (Aufbau, Verdauung… BITTE ERGÄNZEN!)

Physiologie:

Frau Dr. Rassler prüfte zum Schluss die Physiologie. Auch sie ist eine wirklich nette Prüferin und stellt viele Zwischenfragen, um den Prüfling auf den richtigen Weg bzw. die richtige Antwort zu bringen. Frau Dr. Rassler stellte jedem Prüfling nacheinander 2 Fragen (, d.h. dass sie die 2. Frage erst nach Beantwortung der ersten stellt, man kann also nicht zwischen 2 Fragen wählen).
Ich wurde zunächst nach der glomerulären Filtration (inkl. GFR, effektiver Filtrationsdruck, Bayliss-Effekt) gefragt. Meine zweite Frage war zum Hell-Dunkel-Sehen (Adaptation, Auflösungsvermögen, Sehschärfe im Dunkeln, Kohlrausch-Knick...).
Kommilitonen wurden zum Ruhemembranpotential (Nernst-Gleichung, Goldmann-Hodgkin-Katz), Nervenleitungsgeschwindigkeit befragt. (An die anderen Themen kann ich mich leider nicht erinnern: BITTE ERGÄNZEN!)


Zu Frau Dr. Rassler und Dr. Gaunitz muss man anmerken (wie auch schon in anderen Protokollen), dass sie auf einen bestimmten Begriff aus sind und mit vielen Zwischenfragen versuchen den Prüfling darauf zu bringen, um dann beim Hören des erwarteten Begriffs wohlwollend abzunicken.
Mein persönlicher Eindruck war, dass man bei allen drei Prüfern kaum die Möglichkeit hatte ein Thema etwas weiter zu führen oder gar vom Thema abzulenken (,was sicherlich an der beschränkten Zeit lag). Es wurden also schon engere Schranken gesetzt und die Prüfer sagten es einem auch, wenn die Antwort zu weit führte oder vom Thema ablenkte. Insgesamt waren die Prüfer geduldig und freundlich.

Es war auf jeden Fall machbar und die Prüferkombi sehr angenehm!
Die Atmosphäre war recht entspannt und die Bewertung wirklich fair.
Am Ende gab's 2 Zweien und 2 Dreien.

Keine Panik (ich weiß aus persönlicher Erfahrung, das ist leichter gesagt als getan), Ihr schafft das! :top: